Den Windkraft-Wahnsinn stoppen!

Wo die Zerstörung des Winterstein angedacht wird: Auf Friedberger Gelände, aber direkt bei Pfaffenwiesbach.

Wem  Saukopf und Steinkopf etwas sagen, der kann sich schon mal ausmalen, wohin sich die Gedankenspiele der Windkraftprofiteure bewegen, wenn es darum geht, Windkraftindustrie möglichst schnell in den sowieso schon geschändeten Wald des Winterstein zu pflocken.

Skizze aus dem Bebauungsplan 92 "Natur- und Erholungsgebiet Winterstein, Umweltbericht - Vorentwurf vom 7.1.2020

Wenn die Pläne umgesetzt werden, ragen die vermutlich mehr als 200 Meter hohen Betontürme gerade mal 1500 Meter von Pfaffenwiesbach entfernt in die Höhe. Die Hauseigentümer werden sich für die Aussicht bedanken. Auch für die Aussicht auf Infraschall und deutlich sinkende Immobilienwerte, die die Klimaretter den Bewohnern im Taunus dann bescheren.

Bebauungsplan_92_“Natur- und Erholungsgebiet Winterstein, Umweltbericht, Vorentwurf vom 7.1.2020

Grund für die Besorgnis sind die Richtungskämpfe im Friedberger Stadtparlament, wie es mit der Windkraftindustrie am Winterstein weitergehen soll.

Erster Schritt hierzu war, dass der Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ am 12. März 2020 im Ausschuss für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Ortsbeirat Ockstadt beraten wurde. 

Die Parlamentarier sollten dafür die über 50-seitige Beschlussvorlage für den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ lesen.  Wie in der Wetterauer Zeitung vom 17.3.2020 berichtet, sind dort Fotos von drei möglichen Standorten für Windräder abgedruckt (siehe auch unseren link zum Bebauungsplan 92 weiter vorn im Text). Diese Flächen befinden sich im Bereich Saukopf und Steinkopf, also dicht an der Grenze zu Wehrheimer Gebiet und damit so weit weg wie möglich von Friedberg. Deren Bürgern bliebe dann der Anblick der Giganten und die Infraschallgefahr weitgehend erspart.

Leider liegt der BI-Winterstein der Text dieser Beschlussvorlage nicht vor. Die BI-Winterstein hat Bürgermeister Sommer gebeten, uns den Text dieser Beschlussvorlage des Friedberger Parlaments für den Bebauungsplan zu übermitteln. In einer freundlichen Antwort erklärt er, dass die Anfrage an die Mitarbeiter des Bauamtes weitergeleitet wurde. 

Die aktuelle personelle Notlage wegen der Corona-Krise wird vermutlich den Vorgang entschleunigen. 

Wenn auch sich heute die Gemeinde Wehrheim gegen die Bebauung des Winterstein mit Windkraftindustrie ausspricht, darf aber daran erinnert werden, dass auch Wehrheim in seiner Stellungnahme zum Beschluss zum Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien 2013 sich dafür stark machte, das Vorranggebiet für Windenergienutzung 7800 zu vergrößern:  „Der Abstand zum Weltkulturerbe Limes ist auf das Mindestmaß von 1.000 m oder weniger zu beschränken, um das Geländerelief besser ausnutzen zu können, bzw. das Windvorranggebiet zu vergrößern.“

Das Regierungspräsidium reagierte entsprechend: „Das Gebiet 7800 wurde aufgrund der Stellungnahmen aus der Frühzeitigen Beteiligung nach Westen erweitert.“

Es wurde schließlich ein 200 m tiefer Sichtschutzabstand innerhalb von Waldgebieten zum Limes als ausreichend festgelegt.

Text der Stellungnahme_Gemeinde

Die Karte zeigt das Windvorranggebiet Winterstein. Die blau schraffierte Fläche darf derzeit noch nicht mit Windindustrie bebaut werden, weil sie sich im geschützten Funkfeuer-Radius der Flugsicherung befindet. Dieser Radius soll – geht es nach dem Willen der WKI-Befürworter – drastisch verkleinert werden.

Die rot schraffierte Fläche ist für Windkraftindustrie freigegeben. Sie befindet sich in den Kommunen Ober-Mörlen, Friedberg, Wehrheim, Rosbach.

Die rot umrandete Fläche zeigt das ursprünglich ausgewiesene Windvorranggebiet, das wesentlich kleiner war und erfolgreich vergrößert wurde Richtung West. Wäre es dabei geblieben, hätten wir uns viele Sorgen sparen können, zumindest so lange die Sicherheit des Flugverkehrs durch die derzeitig noch wirksame Funkfeuerregelung gewährleistet ist.

Derzeit ist die Bebauung erschwert durch den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ , der von allen vier Anrainerkommunen aufgestellt wurde. Die Wirksamkeit des Bebauungsplanes, der die Bebauung mit WKI zeitlich begrenzt erschwert,  ist äußerst fragil und wird angegangen durch die Parteien Grüne, Linke und SPD. 

Zerstörung des Winterstein zum Wohle der Menschheit?

An und für sich ein Fall für den Psychologen, das Weltklima retten zu wollen durch die Zerstörung der Natur vor der eigenen Haustür. Aber diese am Zeitgeist orientierte Vorstellung verfolgt ja nicht nur die Linke.

Jedenfalls haben sich die Linken in Friedberg jetzt in Erinnerung gerufen mit der Forderung nach möglichst unverzüglichem Ausbau des Winterstein in ein Windindustriegebiet. „Es können Windräder an diesem attraktiven Standort gebaut werden“, freut sich die Partei mit der glorreichen Vergangenheit. Tatsächlich: Der Standort ist attraktiv. Das werden die vielen Bewohner rund um den Winterstein und aus dem Rhein-Main-Gebiet bestätigen, die dieses Naturjuwel als Naherholungsgebiet schätzen und lieben. Genauso wie die zahlreichen Bewunderer des Weltkulturerbes Limes.

Von den Einnahmen der Windindustrie, die ganz besonders an windstillen Tagen für Energiesicherheit sorgt, solle die Stadt Friedberg profitieren, locken die Linken und fordern, unverzüglich ein entsprechendes Konzept zu entwickeln.

Dringlicher als Almosen für die Kommune ist für die Bewohner rund um den Winterstein und dem Rest der Republik allerdings, die Strompreise nicht weiter in unbezahlbare Höhen zu treiben mit Maßnahmen wie dem Windindustrieausbau, die bislang keinerlei Wirkung auf die CO2-Bilanz vorweisen können.

Zum Artikel in der Wetterauer Zeitung

Grüne lassen nicht locker: Der Winterstein ist wieder in die Abholzphantasien der Weltenretter geraten. 

Was lange Zeit aussah, als ob der Winterstein den zerstörerischen, wie letztlich sinnlosen Windenergieplänen der Friedberger Grünen und deren Mitläufern entkommen sein könnte, kann sich womöglich zerschlagen: 10 bis 15 Windindustrieanlagen sollen – geht es nach den Grünen – nun doch noch in den Wald des Naherholungsgebietes gerammt werden. 

Anlass für die Vorfreude ist die Genehmigung des Teilregionalplans Südhessen im Februar 2020. „Auf dem Winterstein kann gebaut werden“, so Florian Uebelacker, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Friedberg.

Nach zwei Offenlagen liegt nun der endgültige Plan vor, der in Kraft tritt, sobald er im Staatsanzeiger veröffentlicht ist.

Kommunen sind gefordert

Der Winterstein soll als Natur- und Erholungsgebiet frei von Windrädern bleiben. Darüber stimmen die Kommunen Friedberg, Rosbach, Ober-Mörlen und Wehrheim seit 2016 überein, was sich niederschlägt im gemeinsamen Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“. Der Bebauungsplan soll  die Nutzungen im Wald strukturieren, das Wegenetz optimieren sowie Freihaltezonen zum Schutz des Weltkulturerbes Limes und der Kapersburg schaffen. Jetzt sind die Kommunen gefragt, den neuerlichen Sticheleien und Aktivitäten der Grünen entgegen zu treten. Es muss klar gestellt werden: Auf gemeindeeigenen Flächen wird es keine Windräder geben (siehe auch Wetterauer Zeitung). 

Leider hat bis heute die BI-Winterstein keine Informationen darüber, über welche Flächen des Winterstein die Kommunen nicht verfügen. Also Flächen, die dem Hessenforst unterliegen, der bekanntlich der Abholzung für Windräder sehr aufgeschlossen gegenüber steht und welche Flächen sich im Privatbesitz befinden.

UWG lehnt Windräder im Wald ab

Die UWG lehnt die von den Grünen apostrophierten 10 bis 15 Windkraftanlagen im Waldgebiet rund um den Winterstein ab. Wie Fraktionsvorsitzender Friedrich Wilhelm Durchdewald in einer Presseerklärung schreibt, wende man sich gleichzeitig gegen den aktuell zur Beratung vorgelegten Bebauungsplan für das Gesamtgebiet. „Hier sind zwar nur drei Windräder geplant, aber auch das sind drei zu viel.“

Wetterauer Zeitung 6.3.20

FDP: Grüne wollen Winterstein zerstören

„Die FDP in Friedberg wendet sich auch weiterhin gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem Winterstein und bleibt bei ihrem kategorischen ›Nein‹“, macht Achim Güssgen-Ackva, Fraktionsvorsitzender der Liberalen in der Stadtverordnetenversammlung, deutlich. Wer den Winterstein und seine wunderbare Waldlandschaft mit wertvollen Eichenbeständen und das Leben der Tiere dort zerstöre, der habe „einfach nichts kapiert“ und nehme eine verwüstete Landschaft um einer Ideologie willen hin.

Lesen Sie mehr in der Wetterauer Zeitung vom 5.3.20

Über die weitere Entwicklung der grünen Pläne unterrichten wir Sie!

In Deutschland brüten zwischen 12.000 und 18.000 Rotmilan-Paare. Das ist mehr als die Hälfte des Weltbestands, der auf 19.000 bis 25.000 Paare beziffert wird. Kein anderer Brutvogel hat in Deutschland dieses Alleinstellungsmerkmal. Die Windkraftindustrie und Politik scheint das kaum zu interessieren. Die Forcierung der Windkraft in den Wäldern Deutschlands, auch im Winterstein-Gebiet, ist ein gemeiner Schlag gegen den Naturschutz. Lesen Sie den Artikel der FAZ zu diesem Thema: "Vogel in Gefahr: Warum es dem Rotmilan schlecht geht"

Von guten und schlechten Bäumen

Bäume sind extrem wertvolle Kohlenstoffspeicher. Sie sind wahre CO2 Senken. Man schätzt, dass ein großer Baum pro Jahr etwa 12,5 Kg CO2 jährlich aus der Atmosphäre holt und speichert. Eigentlich, so müsste man doch denken, sollten wir nicht nur massiv aufforsten, so wie es auch Professor Werner Sinn in seinem Vortrag „Wie wir das Klima retten und wie nicht“ vorgeschlagen hat, sondern auch vorhandenen Baumbestand erhalten. Eigentlich.
Natürlich werden Bäume geschützt, teilweise mit drastischen Mitteln wie z. B. im Hambacher Forst. Dort aber nicht aus CO2-Speichergründen, sondern weil die Aktivisten den Braunkohleabbau verhindern wollen. Solche Aktionen sind spektakulär und gehen durch die Medien. Es geht hier also um gute Bäume. Weit weniger aufmerksamkeitsstark sind hingegen Proteste von Anwohnern in Grünheide in Brandenburg, die gegen die Abholzung einer Fläche von der Größe von 420 Fußballfeldern mobil machen, die der neuen Gigafactory von Tesla weichen sollen. Auch die massenhafte Abholzung wertvoller Baumbestände durch die Windkraftindustrie verläuft ohne Demos von Fridays For Future (FFF)…

Lesen Sie den ganzen Artikel

Klimawandel in Deutschland:
Fakten präsentiert vom Geologen Dr. Sebastian Lüning

Der Klimawandel spielt eine immer größere Rolle bei der Zukunftsplanung Deutschlands. Umso wichtiger ist eine solide fachliche Basis der Klimadebatte, die noch immer kontrovers geführt wird. Für den Laien ist nicht immer erkennbar, welche Argumente stichhaltig sind, und wessen Aussagen man vertrauen kann.
Auf dieser Webseite sind die unstrittigen Basisfakten zum Klimawandel in Deutschland zusammengestellt. Die Darstellung richtet sich an alle Interessierten: Bürger mit oder ohne Vorkenntnisse, Journalisten, Schüler, politische Entscheider, Investoren und Unternehmer. Alle Daten dieser Zusammenstellung sind gewissenhaft recherchiert und mit der Originalquelle verlinkt.
In der Klimadiskussion muss klar unterschieden werden zwischen 1) der instrumentell gemessenen oder paläoklimatologisch rekonstruierten Klimaentwicklung, und 2) mit starken Unsicherheiten behafteten Zukunftsprognosen. Die Zusammenstellung dieser Webseite konzentriert sich auf den ersten Punkt, die bekannte Klimaentwicklung der letzten Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende.

Zur Website „Klimawandel in Deutschland“

Sechzehn Klimafragen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Unter www.klimafragen.org  haben sich Bürger und Bürgerinnen  formlos zusammengeschlossen, um Fragen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu stellen zum Thema menschengemachte Klimaerwärmung.

Die Erstunterzeichner und 3523 wahlberechtigte Unterstützer möchten die Meinungen der Abgeordneten zu folgenden Themen erfahren:
A. Vorhersagen über Klimaentwicklung
B. Wissenschaftlicher Konsens
C. Gegenstimmen
D. Anstieg des Meeresspiegels
E. Extremereignisse
F. Effektivität
G. Energiewende
H. Anpassung
I. Vorteile der Erwärmung

Lesen Sie hier die Texte zu den Fragen.

Die 16 Fragen herunterladen: hier

Die Initiative wird die Antworten veröffentlichen. Alle Wahlberechtigten sollen damit Gelegenheit erhalten, sich ein Bild von den Argumenten der Abgeordneten, von deren Qualität und von den zugrundeliegenden  Abwägungsprozessen zu machen. BI-Winterstein wird weiter über die Initiative berichten.


 

 


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