Den Windkraft-Wahnsinn stoppen!

"Wälder schützen heißt Arten schützen" WWF

„Die Energiewende wird an der Windenergie scheitern“

Wieviel Fläche in Deutschland müsste eigentlich mit Windkraftanlagen bebaut werden, um Deutschlands Energiehunger zu stillen. Lesen Sie den Kommentar von Fritz Vahrenholt, Autor des Bestsellers “ Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“
zum Kommentar

„UWG – Freie Wähler Friedberg: Klare Kante gegen Betonphantasien des „Bündnis Winterstein“

Das „Bündnis Winterstein“ fordert den Bau von 20 Windkraftanlagen auf dem Winterstein-Kamm und kritisiert die Anliegerkommunen für deren „Verhinderungstaktik“. Die UWG Friedberg hat dazu Stellung bezogen und führt Argumente gegen den Bau der Anlagen ins Feld:  Die vom „Bündnis Winterstein“ geforderten 20 Windkraftanlagen stellten – so der Friedberger UWG-Fraktionsvorsitzende Friedrich Wilhelm Durchdewald – „eine gewaltige und praktisch nie mehr gutzumachende Umweltzerstörung dar“. „20 riesige Windmaschinen, wesentlich höher als der Steinkopfturm, benötigten kaum vorstellbare Massen an Betonfundamenten. Die rund 3500 Tonnen Beton je Fundament zugrunde gelegt, bedeutete das die Einbringung von gigantischen 70 000 Tonnen Beton in den ohnehin schon geschundenen Waldboden.“
zum Artikel in der Wetterauer Zeitung

Wer bietet mehr: Mit 20 Windkraftanlagen das Weltklima und zugleich den Winterstein retten. 

Wenn sich Rettungsphantasien, grünrote Ideologien und Gewinnstreben zusammentun, entsteht mitunter ein Bündnis. Lesen Sie selbst, was das neue „Bündnis Winterstein“ auf Kosten von Natur und Landschaft mit viel Beton und Steuergeld  mit dem Winterstein vorhat.
zum Artikel in der Wetterauer Zeitung

Wir brauchen Bäume im Wald, keine Windkraftwerke

Wenn Windkraftlobbyisten und Politiker fordern, die im Zuge des Fichtensterbens und des Waldumbaus entstehende Kahlflächen gewissermaßen mit Windkraftanlagen „aufzuforsten“, um den Klimawandel abzubremsen, ist dies an ökologischer Ignoranz kaum zu überbieten: Wir brauchen Bäume im Wald, keine Windkraftwerke!

Die aktuelle Schadenssituation in den Wäldern vor allem West- und Mitteldeutschlands wird ganz überwiegend durch den starken Borkenkäferbefall an Fichten verursacht. Es handelt sich um den Beginn eines bereits vor Jahrzehnten prognostizierten Fichtensterbens, nicht um ein großflächiges Absterben sämtlicher Baumarten, wobei es auf extrem trockenen Standorten auch Schäden an Laubbäumen wie Buchen und Eichen gibt.

Lesen Sie mehr im Artikel „Windkraft in Wäldern“ im Umwelt-Watchblog

8 Cent plus? Oder mehr? Rekordverdächtige EEG-Umlage treibt Strompreis auf Höchststand.

Die Ökostromsubvention nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nimmt weiter Kurs auf einen Kostenrekord. Rund 3 Milliarden Euro gingen im September an die Betreiber von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen in Deutschland. Die Umlage auf den Strompreis könnte 8,7 Cent erreichen. Zum Artikel in der FAZ

Windkraft auf dem Winterstein: Beliebt bei Lobbyisten und Aktivisten

Es ist ein Bild des Grauens, mit dem das Friedberger Aktionsbündnis „Querstellen“ auf seiner Homepage den Wald auf dem Winterstein darstellt: Abgestorbene Fichten weit und breit. Alle ohne Nadeln, tot vom Boden bis zu den Baumspitzen. Opfer der Dürre, der Borkenkäfer und natürlich des Klimawandels. Dazu die ironisch gemeinte Schlagzeile: „Keine Windräder auf dem Winterstein. Unser Wald bleibt wie er ist.“  

Damit suggeriert die verdrehte Schlagzeile der Quersteller, was die Bürger und Bürgerinnen zu denken haben:  Je mehr Windkraftanlagen auf dem Winterstein, desto besser wird es dem Winterstein gehen. Der Wald wird sich regenerieren und fortan in voller, gesunder Pracht sich Wanderern,  Erholungssuchenden und natürlich den Anwohnern des Winterstein präsentieren. Kein Wunder, dass die Aktivisten aus Friedberg erst einmal mindestens 10 Windenergieanlagen fordern und gleich eine Karte präsentieren, in der sie noch viele weitere Standorte für die Windklötze auflisten.

Eine andere Logik verfolgt ein „Energiebildungsverein (EBV)“ mit Sitz in Rockenberg. Dessen Vorsitzender Diethardt Stamm fordert laut Wetterauer-Zeitung  23 Windräder auf dem Winterstein. Seine Rechnung ist einfach: Die 414 Hektar große Wintersteinfläche teilt er durch die benötige Fläche für eine Windkraftanlage von maximal 18 Hektar, ergibt 23 Standorte für WKA. Zu dieser Rechenleistung passt, dass Herr Stamm viele Jahre lang Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der MIEG Mittelhessische Energiegenossenschaft eG war. Gegenstand dieses Unternehmens ist unter anderem „der Betrieb und die Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, insbesondere Solar-, Wind- und Biomasseanlagen“.

Mit Schreckensbildern und Wehklagen über den Zustand des Waldes auf dem Winterstein werden in Zukunft sicherlich noch weitere Lobbyisten, Aktivisten und Interessengruppen für den Bau von Windkraftanlagen trommeln. Was die oft plump populistische Argumentation dabei geflissentlich verschweigt: Es können auch 100 Windenergieanlagen auf dem Winterstein gebaut werden – der Zustand des Waldes wird dadurch um keinen Deut verbessert. Im Gegenteil: Jede einzelne Anlage verursacht irreparable Schäden an Fauna und Flora des Winterstein.  Verdichtet und zerstört Böden, manipuliert Wasserverhältnisse, gefährdet Grundwasser sowie Quellen, durchschneidet intakte Waldflächen mit Zuwegungen, die für Schwerlasten ausgelegt sind.  Und gefährdet nicht zuletzt die Gesundheit der Bürger und Bürgerinnen mit den Auswirkungen permanenter Infraschall-Berieselung. Das Einzige, was den kaputten Fichten-Plantagen hilft, ist Wiederaufforstung im Sinne eines nachhaltigen, klimagerechten Naturschutzes.

Die grüne Verheißung der Schönrechner ist, dass mit dem Bau und Betrieb von Windrädern im Osttaunus ein großer Beitrag zur Rettung des sogenannten Weltklimas geleistet wird, so dass auch der Winterstein und alle Bürger und Bürgerinnen drum herum in irgendeiner, nicht näher beschriebenen Weise davon profitieren. Nur – die Rechnung geht nicht auf. Deutschland ist gerade mal mit ca. 2 Prozent an der weltweiten CO2-Emission beteiligt. China führt mit knapp 28 Prozent die Emissionsliste an, gefolgt von den USA mit ca. 15 Prozent (link zu Statistica) . Es ist müßig auszurechnen, wie viele Zehn- oder gar Hunderttausend Windkraftanlagen in Deutschland in Betrieb genommen werden müssten, um die 2 Prozent der deutschen CO2-Emissionen spürbar runter zu bringen. Vorausgesetzt windstille Phasen würden die Rechnung nicht stören. Denn, das wissen auch Aktivisten und Lobbyisten: Ohne Wind kein Strom aus Windkraft, egal wie viele Windräder dann die Landschaft verschandeln.

Lassen wir uns nicht für dumm verkaufen: Keine Windkraftindustrie auf dem Winterstein.

Das Bündnis „Querstellen-Friedberg“ fordert zehn und mehr Windkraftanlagen auf dem Winterstein.

Schon im November 2014 machte sich ein grünes Bündnis namens Querstellen-Friedberg stark für die industrielle Nutzung des Winterstein für Windkraftanlagen und bescheinigten der Vorrangfläche 7805  eine Kammlage mit sehr guten Windbedingungen. Weiterhin heißt es,  das  „ Gebiet liegt weit weg von den Ortschaften.“  Das lässt sich als Friedberger Bürger, der der Verfasser der Lagebeschreibung wohl ist, leichthin behaupten – schließlich sollen die gewünschten Windradtürme weit weg von der Friedberger Adresse der Quersteller gebaut werden: Dort wo die Wehrheimer und insbesondere die Pfaffenwiesbacher Bürger damit beglückt würden.  Und als ob das nicht genug wäre, haben die Quersteller gleich noch viele weitere Standorte für Windkraftindustrie auf dem Winterstein ausgemacht, die  aktuell auf einer Landkarte ihrer Website präsentiert werden.

Mögliche Standorte für WKA – von Querstellen-Friedberg ausgekundschaftet

Wie bekannt, haben im Rahmen der „Frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung“ die Kommunen Friedberg, Ober-Mörlen, Rosbach und Wehrheim einen gemeinsamen Bebauungsplan Nr. 92 „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ offengelegt, der unter anderem eine Begrenzung auf drei Windkraftanlagen auf dem Winterstein darstellt. Wie zu erwarten, ist dieser Bebauungsplan aus Sicht der Friedberger Quersteller ein „Verhinderungsplan“.

Die Stellungnahme der „Friedberger Quersteller“ zu dem Bebauungsplan geben wir hier mit Kommentaren wieder, die sich an die verantwortlichen Politiker, Bürger und Bürgerinnen wenden:

Querstellen: Geben Sie Ihre Verhinderungspolitik auf und engagieren Sie sich für die Realisierung eines Windparks im Windvorranggebiet 7805 auf dem Winterstein, damit auch unsere vier Anliegergemeinden einen Beitrag zur sauberen Energiegewinnung und zum Klimaschutz leisten.

Die derzeitige Planung eines Naherholungsgebietes im Naturpark Hochtaunus ist selbstverständlich zu unterstützen. Nicht zu unterstützen ist die Ausgestaltung der WKA-Beplanung dieses Gebietes. Leider hat die Regionalplanung entgegen vieler begründeter Widersprüche seitens der Bürger und verschiedener Institutionen das Vorranggebiet 7805 durchgepresst. Eine Normenkontrollklage dagegen ist uns nicht bekannt – wird aber im Falle eines konkreten Bauvorhabens eingereicht.

Energie ist niemals sauber und zum Klimaschutz (welchem Klima?) tragen ein paar WKAs auf dem Winterstein auch nicht bei – im Gegenteil: auf der windabgewandten Seite von WKA-Anlagen verringern sich die Windgeschwindigkeiten, was zu einer Verminderung des Luftaustauschs und somit zu einer tendenziellen Erwärmung der Luft führt. Gesundheitsschädliche Aspekte durch Infraschall, Lärm und Blinklichter für Mensch und Tier werden nicht ernstgenommen.

Querstellen: Stärken Sie unsere Region durch dezentrale Energiegewinnung und wirken Sie damit einer Abwanderung der Wertschöpfung entgegen.

Eine völlig unsinnige Aussage, dass die Region durch ein paar WKAs gestärkt wird. Ebenfalls ist die Aussage der Abwanderung der Wertschöpfung an den Haaren herbeigezogen.  Welche Werte werden wo geschöpft – so dass sie abwandern könnten?

Querstellen: Forcieren Sie die Realisierung eines größeren Windparks mit mindestens 10 Windenergieanlagen auf dem Winterstein, der in der Lage ist, den Strom zu erzeugen, der in den Anliegerkommunen Friedberg, Ober-Mörlen, Rosbach und Wehrheim benötigt wird. Saubere, am Ort des Verbrauchs gewonnene Energie sollte sowohl für Politiker*innen als auch für Bürger*innen einen großen Anreiz darstellen.

Der Winterstein prägt ein einzigartiges Landschaftsbild in Mittelhessen über mehrere Quadratkilometer und stellt aufgrund seiner Größe einen einzigartigen Naturpark dar. Wer in den Wald Windkraftanlagen baut, vergeht sich an zwei schützenswerten Zielen: Der Natur und der Landschaft. Die BI-Winterstein fordert die beteiligten Städte und Gemeinden auf, alles dafür zu tun, eine Bebauung zu verhindern. Stellen Sie sich Ihrer Verantwortung zum Schutz von Mensch, Flora und Fauna. Verhindern Sie ein weiteres Ansteigen des Strompreises durch eine unsinnige Energiepolitik auf Kosten der Bevölkerung.

In Deutschland liegt der durchschnittliche Stromverbrauch  bei 7,2 Megawattstunden / Person / Jahr.

Die Ausbeute einer Anlage am Winterstein dürfte bei ca. 7.500 MWh pro Jahr liegen.

Der Verbrauch Einwohner (Friedberg 27.800, Ober-Mörlen 5842, Roßbach 12084, Wehrheim 9.347, in Summe ca. 55.000 Einwohner) liegt bei 400.000 MWh – es würden also über 50 Anlagen benötigt.

Zudem würde eine Speicherung von 5.500 MWh benötigt, um eine 5tägige Flaute zu überbrücken. Diese Energiemenge entspricht 5 Kilotonnen TNT oder anders ausgedrückt fast einer halben Hiroshima Bombe.

Wir können uns nicht vorstellen, dass eine Lagerung solcher Energiemengen in Form von Wasserstoff (Knallgas kennen wir noch alle aus der Schul-Chemie) mit den damit verbundenen Risiken (siehe Beirut, wo ein Fünftel dieser Energiemenge gerade erste explodiert ist) von der Bevölkerung gewünscht und akzeptiert wird.

Querstellen: Treten Sie offensiv für einen Windpark am Winterstein ein, um die leider noch immer vorhandenen Windkraftgegner zu überzeugen und sich den zu erwartenden Aktionen bekannter Lobbygruppen entgegen zu stellen.

Unterstützen Sie die BI-Winterstein bei der Umsetzung unserer gesetzlich beschlossenen gesellschaftlichen Schutzziele. Lassen Sie sich nicht von GRÜNEN und anderen Mitläufern und sogenannten Aktionsbündnissen treiben. Lassen Sie es nicht zu einem politischen Desaster werden – die Erfahrungen aus Neu Anspach sollten eine Lehre sein.

Querstellen: Nutzen Sie die Einnahmemöglichkeiten durch Verpachtung oder Betreibung von Windenergieanlagen zur Verbesserung der kommunalen Finanzlage.

Die Einnahmemöglichkeiten aus den Windenergieanlagen werden keinen nennenswerten Beitrag zur kommunalen Finanzlage beitragen. Im Gegenteil: Einkommensstarke Bürger*innen werden sich in Zukunft verstärkt in Richtung WKA-freier Gemeinden im Vordertaunus orientieren, was die Finanzlage verschlechtert. Den Bürgern und Bürgerinnen der Kommunen rund um den Winterstein drohen hohe Wertverluste ihrer Immobilien. Der Winterstein verliert seine touristische und damit auch wirtschaftliche Bedeutung als Wander- und Erholungsgebiet.

Querstellen: Verwenden Sie anfallende Ausgleichsmaßnahmen z.B. für die Aufforstung der durch Trockenheit zerstörten Waldbereiche oder für andere Naturschutzmaßnahmen.

Die anfallenden Ausgleichszahlungen sind derart gering, dass sie keinen nennenswerten Beitrag zum Umbau einer völlig fehlgeleiteten Waldbebauung leisten.

Querstellen: Beziehen Sie Stadtwerke, regionale Stromanbieter und Energiegenossenschaften in die Planung des Windparks ein.

Diese Forderung ist reiner Populismus – außer Zeitverschwendung ist damit kein nennenswerter Beitrag zu erreichen.

Querstellen: Fördern Sie den Bau eines „Bürgerwindrades“, um den Anwohnern die Möglichkeit zu bieten, auch persönlich finanziell von ihrem Windpark am Winterstein zu profitieren.

In der Regel arbeiten Bürgerwindparks defizitär, das heißt, dass sie das Geld ihrer Anteilseigner verbrennen. Es ist nicht anzunehmen, dass sich dies am Winterstein anders darstellen wird.

Im Gegenteil: die Windhöffigkeit im Osttaunus ist derart gering, dass lediglich ein defizitärerer Betrieb zwecks Abschöpfung von Fördergeldern als Geschäftsmodell in Frage kommt. Wenige bereichern sich an der Allgemeinheit.

Verhindern Sie, dass die Bürger betrogen werden.

Stellungnahme der BI-Winterstein zum Vorentwurf des Bebauungsplans „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“.

Die Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen von Friedberg, Ober-Mörlen, Rosbach und Wehrheim haben die Aufstellung des Bebauungsplanes „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ beschlossen.  

Link zum Bebauungsplan Entwurf

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, also aller Bürger und Bürgerinnen sowie Institutionen, sieht vor, dass schriftliche Stellungnahmen zum Vorentwurf des Bebauungsplans abgegeben werden können – bis spätestens zum 4.9.2020. Entweder in den Rathäusern der vier Gemeinden, per Post oder E-Mail (Adressen etc. siehe bitte weiter unten)

Alle Bürger und Bürgerinnen sind aufgerufen,  ihre Stellungnahmen zu verfassen und abzugeben bzw. den Gemeinden per E-Mail oder Post zuzusenden.

Link zur STELLUNGNAHME der BI-Winterstein

Grundsätzlich ist ein Vorhaben begrüßenswert, das einen Bebauungsplan anstrebt, das den Winterstein als „Natur- und Erholungsgebiet“ festlegt.

Allerdings stellt sich sogleich die Frage, wie unter diesem Leitthema die Bebauung mit Windenergieanlagen zu vereinbaren ist. Windenergieanlagen und deren Zuwegung ohne Zerstörung von Waldflächen zu bauen ist unmöglich. Windenergieanlagen zu betreiben ohne Gefährdung von Fauna und Flora, von Böden und Wasser ist ebenso ausgeschlossen. Dieser Widerspruch zum Vorhaben „Natur und Erholung“ ist unauflösbar und versieht den Plan mit einem großen Fragezeichen. Der Erholungswert des Gebietes wird mit jeder gebauten Windenergieanlage sinken und schließlich im Bereich unter „Null“ landen.

Die Fotos zeigen, wie der Bau von Windkraftanlagen Wald und Wege zerstört. Die Aufnahmen wurden im Taunus gemacht. Beachten Sie den gigantischen Ausbau von „Wanderwegen“. Auf dem letzten Foto sehen Sie links ganz klein „Erholungssuchende“ auf ihren Fahrrädern. Fotos: BI-Winterstein

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“, der auch Windkraftanlagen vorsieht.

Mitmachen und Stellungnahmen abgeben!

Die Stadtverordnetenversammlungen der vier Kommunen rund um den Winterstein,  Friedberg, Ober-Mörlen, Rosbach v.d.H., Wehrheim haben – wie berichtet – die Aufstellung des Bebauungsplanes „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ beschlossen. Das bedeutet, dass in den Rathäusern die Bebauungspläne ausgelegt werden.

Planziel des Bebauungsplanes ist die Gemeindegrenzen übergreifende Sicherung und Stärkung der Naherholungsfunktion des Wintersteingebietes unter besonderer Berücksichtigung forstlicher Belange sowie der Belange von Naturschutz und Landschaftspflege. Darüber hinaus sollen vorhandene Biotopstrukturen gesichert und neue Biotopstrukturen geschaffen werden, die gleichzeitig der Gewinnung von Ökopunkten für den Ausgleichsbedarf künftiger Bebauungspläne dienen. Ziel des Bebauungsplanes ist schließlich Festlegung von geeigneten Standorten für die Errichtung von Windenergieanlagen sowie von Freihaltezonen für den Schutz des Weltkulturerbes Limes.

Link zum Dokument: Begründung zum Vorentwurf des Bebauungsplanes „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“

Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt im zweistufigen Regelverfahren mit Umweltprüfung.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB ist in den beteiligten Kommunen beschlossen worden und erfolgt auf einheitlicher Grundlage der beteiligten Städte und Gemeinden. Für die  Auslegung des Bebauungsplanentwurfes, d.h. die Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB, wird der Bebauungsplan jedoch für jede Gemeinde getrennt ausgefertigt.

Offenlage vom 27.07. bis 04.09.2020 im Rathaus

Friedberg: Link zur Bekanntmachung

Ober-Mörlen:  Link zur Website

Wehrheim: Link zur Bekanntmachung

Rosbach v.d. Höhe: Link zur Bekanntmachung


Rundgang zu den drei Standorten für WKA auf dem Winterstein

Eine Initiativ-Gruppe der BI-Winterstein hat am 18.8.2020 die drei im Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ ausgewiesenen Standorte für Windkraftanlagen besichtigt. Die Wanderung machte noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, den Winterstein vor der sinnlosen Zerstörung durch gigantische Windräder zu schützen.

Als wir am beeindruckenden Telekom-Turm auf dem Steinkopf angelangt waren und uns vorstellten, dass dieses 105 Meter hohe Bauwerk durch die vorgesehenen 245 Meter hohen Türme getoppt und umstellt werden soll, wurde uns das Ausmaß des Verschandelung noch einmal vor Augen geführt.

Als hätte der Winterstein nicht schon genug durchgemacht: Mit Windkraftindustrie wird hartnäckig auf einen neuen Missbrauch des Gebietes hingearbeitet. Hinter uns liegen die jahrelange Zerstörung durch US-Streitkräfte für Manöver, die Aufforstungen kaputter Flächen mit „profitablen“ Fichten-Monokulturen statt naturnaher Mischwälder, die Verwüstungen durch den Borkenkäferbefall in den dafür besonders anfälligen Fichtenbeständen, die Lust mancher Mountainbiker am Querfeldeinfahren mit entsprechenden Schäden an den Böden des Waldes.

Anstatt nunmehr innezuhalten und dem Winterstein Ruhe und Zeit für Regeneration zu geben, wird emsig daran gearbeitet, ihn erneut als Nutzfläche zu missbrauchen.  Einen Anfang sollen drei Flächen für Windkraftindustrie machen. Wer weiß, wie viele es schlussendlich sein werden? Zehn, fünfzehn, zwanzig, wenn der Bebauungsplan nicht zum Zuge kommt oder gekippt wird. 

Damit so ein Windkraftwerk auch sicher steht, ist ein entsprechendes Fundament erforderlich. Dies hat einen Durchmesser von gut 20 bis 30 Meter und eine Tiefe um die 4 Meter. Hier werden 1.300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl verbaut. Insgesamt hat das Fundament ein Gewicht von 3.500 Tonnen. Wen schert es: Der Winterstein ist ja Beton gewöhnt, man denke nur an die Betonbunker des Munitionslagers in der Nähe von Wehrheim. Nicht zu vergessen: Die Zufahrtswege zu den Standorten, die so ausgebaut werden müssen, dass sie den Schwerlasttransporten standhalten und die große Waldflächen verschlingen werden.

All diese Gedanken gingen uns bei dem Rundgang durch den Kopf. Die Stimmung war entsprechend gedrückt . Unübersehbar die Zerstörungen, die Verletzungen der Areale, die für Windkraft ausgesucht worden sind. Hier, wo neuer Wald entstehen könnte, werden keine Hilfe, keine Pflege und Heilung angestrebt, sondern Beton und profitable Ausnutzung greifen nach dem Gelände.


WEA Fläche am Saukopf


Weg kurz vor WEA Steinkopf 2


WEA  Fläche Steinkopf 1

Obige drei Fotos: BI-Winterstein

Windräder auf dem Winterstein:
So grausam kann die grüne Zukunft sein. Videoclip des Regionalverbands veröffentlicht.

Die SPD-Wehrheim hat vom Regionalverband ein kurzes Video zur Verfügung gestellt bekommen,  das den Winterstein zeigt –  bestückt mit Windkraftanlagen. In der Animation ist zu sehen, wie gut 240 Meter hohe Windkraftanlagen die Aussicht auf den Winterstein von Wehrheim-Pfaffenwiesbach, Forsthausstraße aus verschandeln. Hier bahnt sich ein Landschafts- und Naturvandalismus ungeahnten Ausmaßes an.

Lassen Sie sich nicht täuschen: Auf dem Video erscheinen die Windräder niedlich klein. Wer aber sich auf den Weg macht zur oberen Forsthausstraße (Parkplatz am Reitplatz) und auf den Steinkopf-Telekom-Turm schaut, wird die gigantischen Ausmaße der Anlagen sich vorstellen können: Die sind zweieinhalb Mal höher als der Telekom-Turm!

Zur Website der SPD-Wehrheim mit Videoclip 


Screenshot Videoanimation Regionalverband/SPD-Wehrheim

Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“. FDP befürchtet Mogelpackung

Nach der nun vorliegenden Planung sind zwar keine Windenergieanlagen auf Wehrheimer Grund vorgesehen, wohl aber zwei Standorte am Steinkopf (Gemarkung Ober-Mörlen und Friedberg) sowie einen weiteren am Saukopf (Gemarkung Rosbach vor der Höhe).

„Hier können Windräder mit einer Höhe von bis zu 245m gebaut werden“, konstatiert Klaus Schumann, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Wehrheimer Gemeindevertretung und erklärt weiter: „Die Nabenhöhe der Anlagen am Steinkopf entspricht in etwa der Höhe des Fernsehturms am Winterstein und die Rotorblätter sind dann nochmal so lang wie der Fernsehturm hoch ist! Und es wird nicht bei den drei Anlagen bleiben.

Diese sind nur festgelegt worden, um die Stellungnahmen der Träger der öffentlichen Belange zu erhalten. Die finale Planung kann dann wieder
8 oder 10 Windräder enthalten, auch auf Wehrheimer Grund!“

Zur Homepage der FDP-Wehrheim

 


25.7.20: SPD Info-Treffen in Pfaffenwiesbach:  Ein Flop für die Diskussion um Windkraft auf dem Winterstein.

Eigentlich eine gute Idee: Die SPD Wehrheim hatte zum Thema Windvorranggebiet 7805 (Winterstein) zu einer eineinhalbstündigen Informationsveranstaltung am Samstag 25. Juli 2020 eingeladen. Treffpunkt 10 Uhr in Pfaffenwiesbach. Also in dem Wehrheimer Ortsteil, den eine mögliche Bebauung des Winterstein mit gut 240 Meter hohen Türmen voll treffen würde. Der Telekom-Turm auf dem Winterstein ist übrigens „nur“ 105 Meter hoch.

Ein Thema also, das viele Wehrheimer und Betroffene anderer Kommunen rund um den Winterstein zur Teilnahme motiviert. Warum dann so wenige kamen, ist für die Heidrun Mony als Pressesprecherin der SPD Wehrheim unerklärlich.  Siehe:  Usinger Anzeiger, 27.7.2020

Was die Pressesprecherin sicherlich weiß: Ohne entsprechende transparente und öffentliche Ankündigung eines Termins, ist die Besucherzahl und damit der Erfolg der Veranstaltung eher dem Zufall überlassen.

Nach Recherchen der BI-Winterstein gab es im Usinger Anzeiger eine nahezu versteckte Information zum Termin des Treffens mit der Überschrift: „Nächste Ferienfraktion“, die offenbar viel zu spät am  Tag der Veranstaltung veröffentlicht wurde.

Wer in aller Welt liest so eine „Nachricht“? Hätte die Überschrift das Thema Winterstein und Windkraftanlagen plakatiert, wäre das Leseinteresse garantiert gewesen und die Besucherzahlen entsprechend attraktiver.

Siehe  „Nächste Ferienfraktion“

Ein weiterer Hinweis auf die SPD-Veranstaltung erschien im Usinger Anzeiger vom 6.7.20 unter der Überschrift: „SPD Wehrheim begutachtet Verkehrsprobleme im Gewerbegebiet Nord“. Am Ende des Artikels wird dabei kurz auf den Termin in Sachen Windkraft auf dem Winterstein hingewiesen. Allerdings mit einem anderen Veranstaltungsdatum, dem 18. Juli 2020.

In der Taunus-Zeitung soll nach Bekunden von Kuno Leist, Fraktionsvorsitzender der SPD in Wehrheim, ebenfalls ein Hinweis auf das Treffen veröffentlicht worden sein. Trotz intensiver Suche konnten wir diesen nicht finden. Gern lassen wir uns korrigieren.

Die Montags-Ausgabe des Usinger Anzeiger vom 27.7.20 brachte dann einen längeren Artikel zu dem spärlich besuchten Termin in Pfaffenwiesbach. Darin wird auch erwähnt, dass nach Wissen der Vorsitzenden des Sozialausschusses es bereits eine Bürgerinitiative gegen die Windkraftanlagen gebe. Nun, die gibt es seit knapp sieben Jahren. Und Termine wie dieser werden uns immer rechtzeitig vorher angekündigt. Entweder von den Veranstaltern oder durch aufmerksame Mitstreiter unserer Initiative. Diese verborgene Terminankündigung ist jedoch allen „Informanten“ entgangen.

Siehe UA, 27.7.20: Wehrheimer SPD informiert sich in Sachen Windkraft

Der in dem Artikel angesprochene Animationsfilm, der einige Windräder mit Blick von Pfaffenwiesbach aus zeigen soll, ist laut dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Kuno Leist aus technischen Gründen zurzeit nicht abrufbar. Sobald die technischen Probleme gelöst seien, würde dieser über die Homepage der Wehrheimer SPD zum Anschauen präsentiert werden. Urlaubsbedingt könnte das aber noch etwas dauern.

Die BI-Winterstein würde sich freuen, diesen Veröffentlichungstermin rechtzeitig zu erfahren. Möglichst deutlich vor Ablauf der „frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 92, „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“, über das BI-Winterstein in Kürze informieren wird.

 „Keine Windkraftanlagen am Winterstein! Den Tieren, den Menschen, der Umwelt zuliebe!“

Friedberger Liberale erwandern am 4.7.2020 das einmalige Naturschutzgebiet

Eine Wanderung über den Winterstein hat die Friedberger FDP mit Gästen unternommen. Dort plant die hessische Landesregierung den Bau von bis zu 15 Windkraftwerken. Unter der Leitung des engagierten Naturschützers Klaus Heinold erkundeten die Liberalen aus der Kreisstadt die einmalige Natur- und Waldlandschaft des Wintersteins. Begleitet wurden sie dabei von Mitgliedern der Wehrheimer Bürgerinitiative gegen den Bau der Anlagen mit ihrem Sprecher Andreas Funke. „Wer beim Thema ‚Windenergie‘ von harmlosen ‚Windrädern‘ und romantischen Windparks‘ spricht, der verschweigt, dass es sich in Wahrheit um Industrieanlagen handelt, die sich im wörtlichen Sinn tief in den Wald eingraben“, resümierte der Fraktionsvorsitzende der FDP in der Stadtverordnetenversammlung, Achim Güssgen-Ackva, nach der Wanderung. „Der Winterstein ist für die Region ein einzigartiges Juwel, das es zu bewahren gilt.“

Klaus Heinold, der den Winterstein in- und auswendig kennt, erklärte im Verlauf der Wanderung nicht allein den Baumbestand, der auch ohne Windkraftanlagen durchaus vor Herausforderungen steht. Er flocht immer wieder auch Hinweise zur Tier- und Pflanzenwelt ein, die deutlich machten, warum das Gebiet nicht einer industriellen Nutzung zum Opfer fallen darf. Geht es aber nach den Plänen der von den Grünen faktisch geführten hessischen Landesregierung, wird sich das Juwel bald in ein Stück Beton verwandeln. „Angeblich sollen nach den derzeit vorliegenden Plänen nur drei Windkraftanlagen gebaut werden. Aber das wäre nur der Anfang. Geht es nach den Grünen, sollen mindestens zehn, wenn nicht fünfzehn Anlagen entstehen – und ich fürchte, die CDU wird wider jede Vernunft auch dabei mitmachen“, warnte Güssgen-Ackva.

 

Teilnehmer/innen auf dem Eichkopf, Foto: A. Funke

Die Kreisstadt-FDP hat sich beim Thema „Windenergie“ eindeutig positioniert und spricht sich gegen den Bau der Anlagen auf dem Winterstein aus. „Es würde eine einmalige Landschaft verschwinden, die Tierwelt würde wichtige Nist- und Rückzugsgebiete verlieren, wertvolle Bäume und Pflanzen würden dauerhaft vernichtet, das Kleinklima würde nachhaltig gestört“ so Güssgen-Ackva. Es sei schlicht unwahr, wenn von der Windkraftlobby behauptet werde, dass die Eingriffe in die Landschaft beherrschbar seien. Allein für die Baustraßen, die zu jeder einzelnen Anlage führten, müssten schwerste Maschinen eingesetzt werden, alter Baumbestand würde nicht allein für die Windkraftanlagen selbst, sondern auch bereits für die Baustraßen gefällt. „Im Ergebnis werden Schneisen von der Größe eines Fußballplatzes nur für die Anlagen selbst in den Wald geschlagen,“ ergänzt Dr. Markus A. Schmidt, der Stellvertretende Vorsitzende der Friedberger Freidemokraten. „Für jede Anlage müssen mindestens 3.500 Tonnen Stahl und Beton im Boden versenkt werden, die mit höchster Wahrscheinlichkeit auf ewig im Boden verbleiben. Unter Umständen kommen noch weitere Betonsockel mit bis zu 15 Metern Tiefe hinzu“ so Schmidt. Der Platzbedarf einer einzigen Anlage betrage 380 m² für das Fundament sowie 1800 m² für den Kranstellplatz während der Bauzeit. Dies gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Deutschen Bundestag hervor. „Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bevölkerung zunehmend gegen den Ausbau der Windenergie wehrt und umweltschonende Alternativen einfordert, um den Energiebedarf zu decken und gleichzeitig das Klima zu schützen“ so Güssgen-Ackva. „Doch statt die Kritik der Bürger ernst zu nehmen, setzen sich die politischen Verantwortungsträger aus Angst vor einem vermeintlich grünen Mainstream über sie hinweg und haben jüngst Waldgebiete für ihre Ausbaupläne in den Blick genommen, die sich oft ohnehin in staatlichen Händen befinden“ ärgert sich Schmidt.

Angesichts der Pläne der Bundesregierung, den Anteil regenerativer Energiequellen bis 2030 auf 65 % zu steigern, bleibe völlig schleierhaft, wie man den Industriestandort Deutschland in Zukunft gestalten wolle. „Schon der Corona-Virus führt zu erheblichen Veränderungen in unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Wie soll das erst werden, wenn man den in den Schlüsselindustrien arbeitenden Menschen im wörtlichen Sinne den Strom abdreht und sie in Arbeitslosigkeit stürzt, weil man vor allem auf Sonne und Wind setzt“ so Güssgen-Ackva. „Statt eine Vernichtung des Waldes zu betreiben, sollten wir alles tun, um den Wald zu stärken. Wälder wirken in einer Zeit der Erwärmung wie Kühlaggregate. Dort, wo Fichten einem Sturm oder der Trockenheit zum Opfer gefallen sind, muss eine Aufforstung mit robusteren Sorten erfolgen. Wer mit dem Wald zu tun hat, der darf nicht kurzfristig denken, sondern muss in der Lage sein, generationenübergreifend zu planen“ fordert Güssgen-Ackva. Dieses Denken sei leider bei grün-schwarz-roten Politikern, die den Wald für Windkraftanlagen abholzen wollen, nicht verbreitet. Wer den industriellen Bau von Windkraftanlagen in den Wäldern plane und sich als Naturschützer ausgebe, der handele nicht redlich.

„Wir brauchen eine ideologiefreie Energiepolitik, die wirklich auf einen effizienten Energiemix setzt. Eine auf Windkraft konzentrierte Politik führt zu steigenden Strom- und Energiepreisen, aber nicht zu einer Senkung der CO2-Emissionen. Die Zerstörung von Wäldern, Natur und Artenvielfalt ist kein kluger Klimaschutz“, ergänzt Dr. Schmidt. und zitiert am Ende der Wanderung den Schriftsteller Botho Strauß, der den Bau der Windindustrieanlagen sehr treffend beschrieben habe: „Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windkrafträdern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht. Es ist die Auslöschung aller Dichter-Blicke der deutschen Literatur von Hölderlin bis Bobrowski. Eine schonungslosere Ausbeute der Natur lässt sich kaum denken.“ Es ist nach Auffassung der FDP dringend an der Zeit, den Windwahnsinn zu stoppen!

Teilnehmer/innen , Foto: Dr. Schmidt

Wehrheimer Parlament stimmt für Bebauungsplanentwurf Winterstein

Bei der Parlamentssitzung vom 19. Juni 2020 stimmten, wie zu erwarten war,  bis auf die FDP alle Fraktionen für den Bebauungsplanentwurf Winterstein. An welcher Stelle Windräder gebaut werden, ist damit jedoch noch nicht entschieden. Was als „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ verkauft werden soll, ist in Wahrheit nichts anderes als der Einstieg in die Bebauung des Winterstein mit gigantischen Industrieanlagen. So nannte der Fraktionsvorsitzende der FDP, Klaus Schumann, das Vorhaben eine Mogelpackung. Beim jetzigen Planungsstand werden den Bürgern von Pfaffenwiesbach die Windkrafttürme vor die Haustür gesetzt, aber nicht auf Wehrheimer Gemarkung, sondern am Steinkopf, also auf der Gemarkung Friedberg und Ober-Mörlen sowie am Saukopf, der zur Gemarkung Rosbach v.d. Höhe zählt. Zwar sind die Planungen noch nicht letzter Stand der Dinge, aber die Richtung zeichnet sich ab. Das Wehrheimer Parlament scheut sich nicht, den eigenen Bürgern die volle Last der Windkraftausbaus auf dem Winterstein zuzumuten.

Mehr dazu im Usinger Anzeiger

Termin: Öffentliche Sitzung und Abstimmung der Gemeindevertretung, Freitag 19.06.2020 
zur Offenlage des Bebauungsplans „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ – Teilbereich Wehrheim, Gemarkung Pfaffenwiesbach

Die Öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung startet am Freitag um 20.00 Uhr. Am 17.6.2020 fand an gleicher Stelle der Vortrag des Planungsbüros Fischer statt, der den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ zum Inhalt hatte. Der Ortsbeirat hat einstimmig für einen Beschluss gestimmt zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich durch die Planung berührt werden.  Über den Beschluss wird die Gemeindevertretung am 19.6.2020 abstimmen. 

Wegen Corona sind die Hygienebestimmungen zu beachten, Abstandsregelungen einzuhalten. Eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung ist mitzubringen.

Info-Link: 19.6.: Sitzung der Gemeindevertretung 

Vortrag des Planungsbüros Fischer am 17.6.20

Am Mittwoch Abend war in Obernhain die Sitzung des Ortsbeirates Pfaffenwiesbach. Es ging um die geplante Offenlage des Bebauungsplans „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ – Teilbereich Wehrheim, Gemarkung Pfaffenwiesbach. Zuvor hat Herr Fischer vom Planungsbüro Fischer einen Vortrag über Inhalt, Sinn und Ziel des Plans gehalten, begleitet von Erläuterungen durch Bürgermeister Sommer.
Die Gemeindevertretung soll nun am Freitag 19.6. einen Beschluss herbeiführen zur Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich durch die Planung berührt werden.

Der Planer Herr Fischer und Bürgermeister Sommer haben die Aufgabe des Plans in etwa so zusammengefasst:

Der zu verabschiedende Plan und die frühzeitige Unterrichtung soll daran beteiligte Behörden und andere Stellen zu belastbaren Stellungnahmen/Aussagen forcieren: z.B. die Funkfeuerstelle der Flugsicherung: Radius 10, 15 oder 5 km? Die Nutzer des Telekomturms: Wie tangieren die WKA die Nutzung der auf dem Turm befindlichen Anlagen; Hessenforst: was lassen die von sich hören, Privateigner von Grundstücken: wie reagieren die…etc. etc.

Das Aufzeigen von drei WKA-Türmen im Plan heißt nicht, dass 3 Türme gebaut werden, es können auch 5 oder 10 sein… Null WKA-Standorte im Bebauungsplan würde als Planverhinderung ausgelegt und den Bebauungsplan kippen.

Es geht den Kommunen offenbar vor allem darum, den Wildwuchs von WKAs auf Hessenforst, Bundesforst-Gelände zu unterbinden. Nicht klar geworden ist, wie viele WKA die Gemeinden auf eigenen kommunalen Flächen planen und wie verbindlich der Plan bei wechselnden Mehrheiten in den Parlamenten der am Plan beteiligten vier Kommunen ist. Was passiert, wenn beispielsweise in Friedberg die Grünen das Sagen haben, die es ja kaum erwarten können, den Winterstein in ein Industrieareal zu „verschönern“, um das Weltklima zu retten. 
Alles in allem: Die frühzeitige Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich durch die Planung berührt werden, ist ein  Testballon für das Ausloten von Reaktionen von Behörden, Investitionsinteressenten, Klimaschützern, Ideologen aller Couleur.

Was aber passiert, wenn eine der Kommunen aus dem Plan ausschert (z.B. nach Wahlen mit Grünen-Erfolg) war nicht zu klären.

Herr Fischer hob hervor, dass eine renommierte Anwaltskanzlei bereitstünde, der die Kommunen im möglichen Streit um die Planungshoheit am Winterstein vertritt.

Die Reaktion des zahlreichen und wegen Corona auf Abstand gesetzten Publikums und die Fragen waren von Besorgnis um den Erhalt des Winterstein getragen – vor allem wurde hervorgehoben, dass das RP über weitreichende Machtmittel verfügt und die Durchsetzung ihrer Planungen zielstrebig verfolgt.

Der anschließend tagende Ortsbeirat Pfaffenwiesbach votierte einstimmig für die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Es ist davon auszugehen, dass auch die Gemeindevertretung diesen Beschluss am Freitag fassen wird.

Wut und Betroffenheit

In der Diskussion nach der Ortsbeiratssitzung schälte sich allgemeine Skepsis über die Pläne der Gemeinde heraus. Der Begriff „Zweite Wahl“ stand im Raum. Zweite Wahl, weil Erste Wahl wäre die frühzeitige Totalverhinderung gewesen.  So wie es Bad Homburg und Friedrichsdorf geschafft haben als ihnen das RP Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm vor die Nase setzen wollten. Dass dort die Verschandelung der Aussicht so reibungslos verhindert werden konnte, wer weiß woran das liegt. Vielleicht haben die Bürger und Bürgerinnen in den dort beheimateten feudalen Wohngegenden einfach mehr Einfluss auf die Gestaltung ihrer Umwelt. Im Hintertaunus sind da keine Rücksichten zu erwarten.

Erinnert wurde in der Diskussion auch daran, dass die Winterstein-Kommunen den ersten Vorranggebietsplan 7800, der viel kleinere Vorrangflächen auswies, mit Eigeninitiative vergrößert haben, indem sie das RP aufforderten, die 7800er-Fläche deutlich Richtung West, also Richtung Pfaffenwiesbach auszuweiten, auch um den Funkfeuer-Auflagen zu entgehen. Was dann auch im Übermaß geschehen ist. Dass die Winterstein-Zerstörungen über die Köpfe der davon betroffenen Bürger und Bürgerinnen entschieden wurden und werden, machte viele Teilnehmer des Abends betroffen und wütend. Gestellt wurden auch Fragen nach der Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen auf dem Winterstein, aber (Steuer)Geld spielt bei Windkraft wohl kaum eine Rolle. 

Die rot umrandete Fläche zeigt die ursprüngliche Vorrangfläche 7800.

Wie viele Kapazitäten im Windenergie- Bereich verfügbar sein müssten, damit auch in einer windarmen Zeit wie Mitte Juni 2020 noch Strom aus Wind entsteht. Geht man von 50% der installierten Leistung aus (wären etwa 30,35 GW bei Wind), ist es rechnerisch ein Faktor von 18,3, der nötig wäre – bei vergleichbaren Windverhältnissen. Geht man weiterhin davon aus, dass der Mix der Anlagen in etwa so bestehen bleibt wie bisher, dann entspräche das 640.000 Windkraftanlagen für Deutschland, die man bräuchte, um auch in windarmen Zeiten noch Strom aus Windkraft zu haben. Das ist natürlich eine absurde Rechnung, weil sie nämlich bedeuten würde, dass bei sehr kräftigem Wind das Stromnetz umgehend zusammenbricht. Ganz abgesehen davon, dass in Deutschland rechnerisch pro Quadratkilometer 2 Anlagen stehen müssten. 
zum Artikel

Info-Link: 19.6.: Sitzung der Gemeindevertretung 

Friedberg beschließt Offenlage für den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ .

Der Beschluss, den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ öffentlich auszulegen (Offenlage), wurde vom Stadtparlament Friedberg gefasst: Bürger, Behörden und sonstige „Träger öffentlicher Belange“ sollen Stellung nehmen zum Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“, der auch die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet von Friedberg und Ockstadt vorsieht.

Die Stellungnahmen dienen der Entscheidungsfindung wie Friedberg die Vorgaben zum Windvorranggebietes 7805  auf seiner Gemarkung umsetzen wird. Ob vorsichtig und zurückhaltend, was Windkraftindustrie angeht oder eher Richtung offensiv, so wie es Mainstream-Politik es heute gern sieht.

Auf den Nenner gebracht, geht es bei der Umsetzung des Bebauungsplanes um die Frage, ob ein und derselbe Winterstein der Erholung und dem Naturschutz dienen kann, wenn gleichzeitig das Waldgebiet mit Windrädern durchsetzt wird.  

Schwer vorstellbar,  muss aber passend gemacht werden, wenn es nach GrünRot geht. Schließlich, so lassen sich die Argumente  pro Windkraftindustrie kurz fassen, müsse Friedberg seinen Beitrag leisten zur Rettung des Weltklimas.  Die bizarre Logik:  Ohne Klimarettungsmaßnahmen kippt das Klima und wenn das Klima kippt, stirbt der Wald vom Winterstein sowieso. 

Ob sich die betroffenen Bürger und Bürgerinnen diesen Gedankengängen anschließen, werden die Stellungnahmen zeigen. 

Artikel: Wetterauer Zeitung: Winterstein-Pläne: Drei oder mehr Windräder

Wie mit den Stellungnahmen der Bürger und Bürgerinnen zur Ausweisung des Windvorranggebietes 7805 Winterstein verfahren wurde, lesen Sie im nachfolgenden Bericht.

Wisch und Weg:
Stellungnahmen der betroffenen Bürger zum Windvorranggebiet 7805 Winterstein rundweg abgewiesen.

Im Rahmen der Offenlage des Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien (TPEE) hatten Bürger und Bürgerinnen aus den betroffenen Kommunen ihre Stimme erhoben und Einwände gegen die Industrialisierung des Winterstein mit Windkraftanlagen vorgetragen.

Die vorgebrachten Einwände betreffen den

Schwerpunkt Limes, das Landschaftsbild; geschützte Arten (naturschutzfachlich relevante Artenvorkommen, Wildkatzen, Fledermäuse, Strich- und Zugvögel); Wasserschutzgebiete; Tourismus und Naherholung;  Infraschallschutz z.B. für den Waldkindergarten Wichtelland; Wertverlust von Immobilienbesitz durch die Errichtung von WEA…

Wie befürchtet wurden nahezu alle Argumente durch den Regionalverband FrankfurtRheinMain abgeräumt und mit einem Behandlungs-Vermerk versehen:
„Behandlung: Der Stellungnahme wird nicht gefolgt.“ 

Wie so eine Beantwortung von Stellungnahmen aussieht, können Sie hier nachlesen: RP_Antwort_an_die_Stellungnehmer.

Die Landesregierung hat den Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE) 2019, wie berichtet,  am 10. Februar 2020 genehmigt. Er ist mit der Bekanntmachung Nr. 14 vom 30.März 2020 im Staatsanzeiger für das Land Hessen in Kraft getreten.

Wo die Zerstörung des Winterstein angedacht wird: Auf Friedberger Gelände, aber direkt bei Pfaffenwiesbach.

Wem  Saukopf und Steinkopf etwas sagen, der kann sich schon mal ausmalen, wohin sich die Gedankenspiele der Windkraftprofiteure bewegen, wenn es darum geht, Windkraftindustrie möglichst schnell in den sowieso schon geschändeten Wald des Winterstein zu pflocken.

Skizze aus dem Bebauungsplan 92 "Natur- und Erholungsgebiet Winterstein, Umweltbericht - Vorentwurf vom 7.1.2020

Wenn die Pläne umgesetzt werden, ragen die vermutlich mehr als 200 Meter hohen Betontürme gerade mal 1500 Meter von Pfaffenwiesbach entfernt in die Höhe. Die Hauseigentümer werden sich für die Aussicht bedanken. Auch für die Aussicht auf Infraschall und deutlich sinkende Immobilienwerte, die die Klimaretter den Bewohnern im Taunus dann bescheren.

Bebauungsplan_92_“Natur- und Erholungsgebiet Winterstein, Umweltbericht, Vorentwurf vom 7.1.2020

Grund für die Besorgnis sind die Richtungskämpfe im Friedberger Stadtparlament, wie es mit der Windkraftindustrie am Winterstein weitergehen soll.

Erster Schritt hierzu war, dass der Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ am 12. März 2020 im Ausschuss für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Ortsbeirat Ockstadt beraten wurde. 

Die Parlamentarier sollten dafür die über 50-seitige Beschlussvorlage für den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ lesen.  Wie in der Wetterauer Zeitung vom 17.3.2020 berichtet, sind dort Fotos von drei möglichen Standorten für Windräder abgedruckt (siehe auch unseren link zum Bebauungsplan 92 weiter vorn im Text). Diese Flächen befinden sich im Bereich Saukopf und Steinkopf, also dicht an der Grenze zu Wehrheimer Gebiet und damit so weit weg wie möglich von Friedberg. Deren Bürgern bliebe dann der Anblick der Giganten und die Infraschallgefahr weitgehend erspart.

Leider liegt der BI-Winterstein der Text dieser Beschlussvorlage nicht vor. Die BI-Winterstein hat Bürgermeister Sommer gebeten, uns den Text dieser Beschlussvorlage des Friedberger Parlaments für den Bebauungsplan zu übermitteln. In einer freundlichen Antwort erklärt er, dass die Anfrage an die Mitarbeiter des Bauamtes weitergeleitet wurde. 

Die aktuelle personelle Notlage wegen der Corona-Krise wird vermutlich den Vorgang entschleunigen. 

Wenn auch sich heute die Gemeinde Wehrheim gegen die Bebauung des Winterstein mit Windkraftindustrie ausspricht, darf aber daran erinnert werden, dass auch Wehrheim in seiner Stellungnahme zum Beschluss zum Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien 2013 sich dafür stark machte, das Vorranggebiet für Windenergienutzung 7800 zu vergrößern:  „Der Abstand zum Weltkulturerbe Limes ist auf das Mindestmaß von 1.000 m oder weniger zu beschränken, um das Geländerelief besser ausnutzen zu können, bzw. das Windvorranggebiet zu vergrößern.“

Das Regierungspräsidium reagierte entsprechend: „Das Gebiet 7800 wurde aufgrund der Stellungnahmen aus der Frühzeitigen Beteiligung nach Westen erweitert.“

Es wurde schließlich ein 200 m tiefer Sichtschutzabstand innerhalb von Waldgebieten zum Limes als ausreichend festgelegt.

Text der Stellungnahme_Gemeinde

Die Karte zeigt das Windvorranggebiet Winterstein. Die blau schraffierte Fläche darf derzeit noch nicht mit Windindustrie bebaut werden, weil sie sich im geschützten Funkfeuer-Radius der Flugsicherung befindet. Dieser Radius soll – geht es nach dem Willen der WKI-Befürworter – drastisch verkleinert werden.

Die rot schraffierte Fläche ist für Windkraftindustrie freigegeben. Sie befindet sich in den Kommunen Ober-Mörlen, Friedberg, Wehrheim, Rosbach.

Die rot umrandete Fläche zeigt das ursprünglich ausgewiesene Windvorranggebiet, das wesentlich kleiner war und erfolgreich vergrößert wurde Richtung West. Wäre es dabei geblieben, hätten wir uns viele Sorgen sparen können, zumindest so lange die Sicherheit des Flugverkehrs durch die derzeitig noch wirksame Funkfeuerregelung gewährleistet ist.

Derzeit ist die Bebauung erschwert durch den Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“ , der von allen vier Anrainerkommunen aufgestellt wurde. Die Wirksamkeit des Bebauungsplanes, der die Bebauung mit WKI zeitlich begrenzt erschwert,  ist äußerst fragil und wird angegangen durch die Parteien Grüne, Linke und SPD. 

Zerstörung des Winterstein zum Wohle der Menschheit?

An und für sich ein Fall für den Psychologen, das Weltklima retten zu wollen durch die Zerstörung der Natur vor der eigenen Haustür. Aber diese am Zeitgeist orientierte Vorstellung verfolgt ja nicht nur die Linke.

Jedenfalls haben sich die Linken in Friedberg jetzt in Erinnerung gerufen mit der Forderung nach möglichst unverzüglichem Ausbau des Winterstein in ein Windindustriegebiet. „Es können Windräder an diesem attraktiven Standort gebaut werden“, freut sich die Partei mit der glorreichen Vergangenheit. Tatsächlich: Der Standort ist attraktiv. Das werden die vielen Bewohner rund um den Winterstein und aus dem Rhein-Main-Gebiet bestätigen, die dieses Naturjuwel als Naherholungsgebiet schätzen und lieben. Genauso wie die zahlreichen Bewunderer des Weltkulturerbes Limes.

Von den Einnahmen der Windindustrie, die ganz besonders an windstillen Tagen für Energiesicherheit sorgt, solle die Stadt Friedberg profitieren, locken die Linken und fordern, unverzüglich ein entsprechendes Konzept zu entwickeln.

Dringlicher als Almosen für die Kommune ist für die Bewohner rund um den Winterstein und dem Rest der Republik allerdings, die Strompreise nicht weiter in unbezahlbare Höhen zu treiben mit Maßnahmen wie dem Windindustrieausbau, die bislang keinerlei Wirkung auf die CO2-Bilanz vorweisen können.

Zum Artikel in der Wetterauer Zeitung

Grüne lassen nicht locker: Der Winterstein ist wieder in die Abholzphantasien der Weltenretter geraten. 

Was lange Zeit aussah, als ob der Winterstein den zerstörerischen, wie letztlich sinnlosen Windenergieplänen der Friedberger Grünen und deren Mitläufern entkommen sein könnte, kann sich womöglich zerschlagen: 10 bis 15 Windindustrieanlagen sollen – geht es nach den Grünen – nun doch noch in den Wald des Naherholungsgebietes gerammt werden. 

Anlass für die Vorfreude ist die Genehmigung des Teilregionalplans Südhessen im Februar 2020. „Auf dem Winterstein kann gebaut werden“, so Florian Uebelacker, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Friedberg.

Nach zwei Offenlagen liegt nun der endgültige Plan vor, der in Kraft tritt, sobald er im Staatsanzeiger veröffentlicht ist.

Kommunen sind gefordert

Der Winterstein soll als Natur- und Erholungsgebiet frei von Windrädern bleiben. Darüber stimmen die Kommunen Friedberg, Rosbach, Ober-Mörlen und Wehrheim seit 2016 überein, was sich niederschlägt im gemeinsamen Bebauungsplan „Natur- und Erholungsgebiet Winterstein“. Der Bebauungsplan soll  die Nutzungen im Wald strukturieren, das Wegenetz optimieren sowie Freihaltezonen zum Schutz des Weltkulturerbes Limes und der Kapersburg schaffen. Jetzt sind die Kommunen gefragt, den neuerlichen Sticheleien und Aktivitäten der Grünen entgegen zu treten. Es muss klar gestellt werden: Auf gemeindeeigenen Flächen wird es keine Windräder geben (siehe auch Wetterauer Zeitung). 

Leider hat bis heute die BI-Winterstein keine Informationen darüber, über welche Flächen des Winterstein die Kommunen nicht verfügen. Also Flächen, die dem Hessenforst unterliegen, der bekanntlich der Abholzung für Windräder sehr aufgeschlossen gegenüber steht und welche Flächen sich im Privatbesitz befinden.

UWG lehnt Windräder im Wald ab

Die UWG lehnt die von den Grünen apostrophierten 10 bis 15 Windkraftanlagen im Waldgebiet rund um den Winterstein ab. Wie Fraktionsvorsitzender Friedrich Wilhelm Durchdewald in einer Presseerklärung schreibt, wende man sich gleichzeitig gegen den aktuell zur Beratung vorgelegten Bebauungsplan für das Gesamtgebiet. „Hier sind zwar nur drei Windräder geplant, aber auch das sind drei zu viel.“

Wetterauer Zeitung 6.3.20

FDP: Grüne wollen Winterstein zerstören

„Die FDP in Friedberg wendet sich auch weiterhin gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem Winterstein und bleibt bei ihrem kategorischen ›Nein‹“, macht Achim Güssgen-Ackva, Fraktionsvorsitzender der Liberalen in der Stadtverordnetenversammlung, deutlich. Wer den Winterstein und seine wunderbare Waldlandschaft mit wertvollen Eichenbeständen und das Leben der Tiere dort zerstöre, der habe „einfach nichts kapiert“ und nehme eine verwüstete Landschaft um einer Ideologie willen hin.

Lesen Sie mehr in der Wetterauer Zeitung vom 5.3.20

Über die weitere Entwicklung der grünen Pläne unterrichten wir Sie!

In Deutschland brüten zwischen 12.000 und 18.000 Rotmilan-Paare. Das ist mehr als die Hälfte des Weltbestands, der auf 19.000 bis 25.000 Paare beziffert wird. Kein anderer Brutvogel hat in Deutschland dieses Alleinstellungsmerkmal. Die Windkraftindustrie und Politik scheint das kaum zu interessieren. Die Forcierung der Windkraft in den Wäldern Deutschlands, auch im Winterstein-Gebiet, ist ein gemeiner Schlag gegen den Naturschutz. Lesen Sie den Artikel der FAZ zu diesem Thema: "Vogel in Gefahr: Warum es dem Rotmilan schlecht geht"

Von guten und schlechten Bäumen

Bäume sind extrem wertvolle Kohlenstoffspeicher. Sie sind wahre CO2 Senken. Man schätzt, dass ein großer Baum pro Jahr etwa 12,5 Kg CO2 jährlich aus der Atmosphäre holt und speichert. Eigentlich, so müsste man doch denken, sollten wir nicht nur massiv aufforsten, so wie es auch Professor Werner Sinn in seinem Vortrag „Wie wir das Klima retten und wie nicht“ vorgeschlagen hat, sondern auch vorhandenen Baumbestand erhalten. Eigentlich.
Natürlich werden Bäume geschützt, teilweise mit drastischen Mitteln wie z. B. im Hambacher Forst. Dort aber nicht aus CO2-Speichergründen, sondern weil die Aktivisten den Braunkohleabbau verhindern wollen. Solche Aktionen sind spektakulär und gehen durch die Medien. Es geht hier also um gute Bäume. Weit weniger aufmerksamkeitsstark sind hingegen Proteste von Anwohnern in Grünheide in Brandenburg, die gegen die Abholzung einer Fläche von der Größe von 420 Fußballfeldern mobil machen, die der neuen Gigafactory von Tesla weichen sollen. Auch die massenhafte Abholzung wertvoller Baumbestände durch die Windkraftindustrie verläuft ohne Demos von Fridays For Future (FFF)…

Lesen Sie den ganzen Artikel

Klimawandel in Deutschland:
Fakten präsentiert vom Geologen Dr. Sebastian Lüning

Der Klimawandel spielt eine immer größere Rolle bei der Zukunftsplanung Deutschlands. Umso wichtiger ist eine solide fachliche Basis der Klimadebatte, die noch immer kontrovers geführt wird. Für den Laien ist nicht immer erkennbar, welche Argumente stichhaltig sind, und wessen Aussagen man vertrauen kann.
Auf dieser Webseite sind die unstrittigen Basisfakten zum Klimawandel in Deutschland zusammengestellt. Die Darstellung richtet sich an alle Interessierten: Bürger mit oder ohne Vorkenntnisse, Journalisten, Schüler, politische Entscheider, Investoren und Unternehmer. Alle Daten dieser Zusammenstellung sind gewissenhaft recherchiert und mit der Originalquelle verlinkt.
In der Klimadiskussion muss klar unterschieden werden zwischen 1) der instrumentell gemessenen oder paläoklimatologisch rekonstruierten Klimaentwicklung, und 2) mit starken Unsicherheiten behafteten Zukunftsprognosen. Die Zusammenstellung dieser Webseite konzentriert sich auf den ersten Punkt, die bekannte Klimaentwicklung der letzten Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende.

Zur Website „Klimawandel in Deutschland“

Sechzehn Klimafragen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Unter www.klimafragen.org  haben sich Bürger und Bürgerinnen  formlos zusammengeschlossen, um Fragen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu stellen zum Thema menschengemachte Klimaerwärmung.

Die Erstunterzeichner und 3523 wahlberechtigte Unterstützer möchten die Meinungen der Abgeordneten zu folgenden Themen erfahren:
A. Vorhersagen über Klimaentwicklung
B. Wissenschaftlicher Konsens
C. Gegenstimmen
D. Anstieg des Meeresspiegels
E. Extremereignisse
F. Effektivität
G. Energiewende
H. Anpassung
I. Vorteile der Erwärmung

Lesen Sie hier die Texte zu den Fragen.

Die 16 Fragen herunterladen: hier

Die Initiative wird die Antworten veröffentlichen. Alle Wahlberechtigten sollen damit Gelegenheit erhalten, sich ein Bild von den Argumenten der Abgeordneten, von deren Qualität und von den zugrundeliegenden  Abwägungsprozessen zu machen. BI-Winterstein wird weiter über die Initiative berichten.


 

 


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