Aktuelle Windkraft Informationen rund um den Winterstein

Jetzt veröffentlicht: Beschlussfassung zur Windvorrangfläche 7805 Winterstein am 14. Dezember 2018

2017 hatten Städte, Gemeinden, Träger öffentlicher Belange und die Bevölkerung die Möglichkeit, Stellungnahmen einzureichen zum ersten Beteiligungsverfahrens sowie den geänderten Entwurf 2016 des Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien zum Regionalplan
Südhessen / Regionalen Flächennutzungsplan.  Bei dem Beteiligungsverfahren gingen bei der oberen Landesplanungsbehörde und beim Regionalverband FrankfurtRheinMain wiederum zahlreiche Stellungnahmen ein. Diese beziehen sich vor allem auf die Windenergienutzung. Deutlich geringer ist der Anteil der Stellungnahmen, die sich mit den erneuerbaren Energien
Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft auseinandersetzen. Die BI-Winterstein, die Bürgerinitiative N.O.W.! von Neu-Anspach und zahlreiche andere Bürgerinitiativen hatten daher 2017 zur Beteiligung aufgerufen – vor allem im Hinblick auf den Taunus und insbesondere der Gefahr für den Winterstein.

Erfreuliche Ergebnisse für den Sandplacken, Elisabethenschneise, Saalburg. Teilerfolg für den Winterstein
Das Ergebnis der Überarbeitung sieht vor, dass die Windvorrangflächen 5401 (Bad Homburg/Sandplacken/Elisabethenschneise) und 5701 (Friedrichsdorf/Saalburg) entfallen und somit dieser Taunuskamm frei bleibt von Industrieanlagen, die bis weit nach Frankfurt sichtbar gewesen wären.
Die Windvorrangfläche 7805 Winterstein bleibt laut Abstimmungsvorlage, aber die geologische Sondersituation Taunusquarzit/Hermeskeilschichten im Zusammenhang mit Trinkwasserschutzgebieten wird als Merkmal explizit aufgeführt. Die geologische Vorarbeit dazu haben die Mitstreiter der N.O.W.! in Neu-Anspach zu großen Teilen geleistet. Unser Dank dafür gilt ihnen. Die Vorrangflächen am Winterstein sind dann nur noch Vorranggebiete ohne Ausschlusswirkung. Das heißt, dass beispielsweise Trinkwasser Vorrang vor Windkraft hat.  Die Limes-Frage ist in den Ausführungen nicht dargestellt. Dass der Limeswall Vorrang vor Windindustrie haben muss, ist sicherlich keine unangemessene Maximalforderung und sollte in dem Entwurf aufgeführt werden. Hier sind die Politiker gefordert, die an der Abstimmung teilnehmen; vor allem Damen und Herren aus unserem Taunus.
Lesen Sie die Vorlage, die am 14.Dez.2018 der Regionalversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird. Diese hat die Behandlung der Stellungnahmen aus der zweiten Beteiligung zum Entwurf 2016 des Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien zum Thema:
Beachten Sie insbesondere die Anlage 2: Vorranggebiete, Veränderungen gegenüber TPEE-Entwurf 2016. Auf Seite 7 der Anlage wird das Vorranggebiet 6601 Wehrheim unverändert zum vorherigen Entwurf dargestellt. Auf Seite 8 wird das Vorranggebiet 7808 Winterstein dargestellt mit folgendem Text:
„Die Gesamtflächengröße des Vorranggebietes bleibt unverändert. Insgesamt werden Teilflächen mit 338,4 ha als Vorranggebiet ohne Ausschlusswirkung festgelegt. 245,2 ha davon liegen im WSG Zone III in Verbindung mit den geologischen Formationen Taunusquarzit /Hermeskeil. Sie liegen zu 217,8 ha zugleich im Puffer einer FSA“.
Die BI-Winterstein wird das Ergebnis der Abstimmung vom 14.12.2018 auf der Website veröffentlichen.

Winterstein bleibt vorerst ohne Windkraftindustrie

Die vier Anliegerkommunen des Wintersteins sind sich einig: Sie wollen selbst entscheiden, wie das Naherholungsgebiet Winterstein künftig genutzt wird. Dafür hatten Friedberg, Rosbach, Ober-Mörlen und Wehrheim vor zwei Jahren jeweils Veränderungssperren für das Areal beschlossen. Denn entgegen früherer Absprachen mit dem Bund waren damals sechs Windräder beantragt worden. Weil das Erstellen eines gemeinsamen Bebauungsplan noch dauert, haben die Rosbacher Stadtverordneten jetzt die Sperre verlängert.
Nicht einverstanden damit sind die Grünen. Ihr Vertreter im Rosbacher Stadtparlament Peter Scholz wies auf den dramatisch verlaufenden Klimawandel hin: »Wir alle haben es diesen Sommer hautnah zu spüren bekommen, wenn die Erde sich aufheizt. Deshalb müssen wir umso nötiger für den Ausbau erneuerbarer Energieträger sorgen. Auch auf dem Winterstein.« Nicht erläutert hat der Grüne allerdings, welchen Beitrag zur Klimaverbesserung die derzeit nahezu 30.000 Windräder in Deutschland tatsächlich leisten: Nämlich gar keinen. Deutschland ist am weltweiten CO2-Ausst0ß mit gerade einmal 2 Prozent beteiligt. China beispielsweise mit 28 Prozent und dort werden derzeit Hunderte von Kohlekraftwerken gebaut. Selbst wenn weitere 30.000 Windkraftanlagen in unser Land einbetoniert würden, könnte Deutschland die CO2-Bilanz der Erde nicht verbessern.

Zum Artikel der Wetterauer-Zeitung

Grüne Wahlwerbung in Hessen 2018:  Allmachtversprechen statt Fakten

Die Werbestrategen der Grünen nehmen den Mund diesmal ganz besonders voll und werben mit dem Spruch:

Das Klima von morgen wählen wir heute, Grüne-Hessen: Vernunft gestaltet geiler.

Die Parteiwerber suggerieren damit eine Macht des Menschen über die zukünftige Klimaentwicklung unserer Erde. Dazu ist nur die Stimmabgabe für die grüne Partei notwendig. Mit nur 0,0004712 Prozent ist Deutschland am CO2-Gehalt der Luft beteiligt, die die Erde umgibt. Und mit diesem winzigen Anteil begründet Deutschland eine Politik, die sich Klimaschutzpolitik nennt.

Ernteausfälle, Stürme und Sahara-Sommer: Erklärt werden die Extreme alle mit dem Klimawandel. Doch dieser wird allzu oft instrumentalisiert, um irrationale politische Entscheidungen durchzusetzen. Eine Partei profitiert davon ganz besonders
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